Das IMI2 ist eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der (bio)pharmazeutischen Industrie. Es fokussiert vor allem die schnellere Entwicklung von sicheren und wirksamen Medikamenten, welche dazu verhelfen sollen gesellschaftlichen Herausforderungen im europäischem Gesundheitswesen entgegenzuwirken. Um den weitreichenden Zielvorhaben nachzukommen wurde eine strategische Forschungsagenda für Europa etabliert, welcher umfassende Strategien sowie einen detaillierten Fahrplan für die Implementierung der Forschungsschwerpunkte enthält.

Themenfelder

  1. Arzneimittelentwicklung
    Steigerung der Erfolgsquote bei klinischen Versuchen für die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als vorrangig eingestufte Arzneimittel. Weiterhin wird versucht den Zeitraum bis zum klinischen Konzeptnachweis zu verkürzen. Grundsätzlich wird an einer Optimierung der Arzneimittelentwicklung gearbeitet, mit der Ausarbeitung von Instrumenten, Normen und Konzepten für die Beurteilung von Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit von Gesundheitsprodukten.

  2. Die alternde Bevölkerung
    Entwicklung neuer Therapien bei bisher unheilbaren Krankheit wo ein hoher Bedarf besteht (z.B. Alzheimer)

  3. Die zunehmende Gefährdung durch antimikrobielle Resistenzen
    Entwicklung von Therapien bei Krankheiten wo kein hoher Anreiz für den Markt besteht (z.B. Resistenzen gegen antimikrobielle Wirkstoffe)

  4. Biowissenschaftliche Forschung und Innovation
    Entwicklung von Biomarkern für Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Zusätzlich soll mit dem Einsatz neuer Biomarker die Durchfallquote der Impfstoffkandidaten bei klinischen Versuchen verringert werden

Zielgruppe

  • Kleine/Mittelständische Unternehmen
  • Private und öffentliche Forschungseinrichtungen
  • Hochschulen
  • Patientenorganisationen
  • Gemeinnützige Organisationen in einem Mitgliedsstaat der EU oder in einem am Forschungsrahmenprogramm assoziierten Staat

Förderkriterien

  • Konsortium besteht aus mindestens 3 unabhängige Einrichtungen aus mindestens 3 unterschiedlichen Mitgliedsstaaten und/oder assoziierten Staaten
  • Sowohl öffentliche als auch private gemeinnützige Einrichtungen und Unternehmen sind zulässig

Website
www.imi.europa.eu